Montag, 31. August 2009

Für einen Abend wieder 17 sein


Seit Jaaaaahren freute ich mich auf diesen Tag: Ein Klassentreffen 11 Jahre nach unserem Abitur! Ja, elf Jahre. Meine Mutter behauptet immer, die '78geborenen seien ein verschlafener Jahrgang - sie könnte recht behalten, denn das Zehnjährige haben wir irgendwie nicht hinbekommen

Aber das Elfjährige - ist ja auch eine schöne Zahl.

Ich habe die Schule gehasst. Jawohl, GEHASST! Die Willkür der Lehrer, die ihren Frust in Form schlechter Noten an Schülern auslassen. Die Gleichgültigkeit, mit denen sie ihren Unterricht gestalten. Das sichtliche Vergnügen eines Sadisten, der sich am Anblick eines verzweifelten Schülers weidet, der ausgerechnet nicht für den unangekündigten Bio-Test gelernt hat, weil er sich mal Latein Vokabeln und Grammatik, Geschichtszahlen und Physikformeln zu Gemüte geführt hat und außerdem mit Liebeskummer und all den anderen Problemchen eines Spätpubertierenden zu kämpfen hat.

Da konnten mich alldie lieben Sprüche von wegen Zusammenhalt der Schüler, Freundschaften, Wiedersehen und so weiter nicht vom Gegenteil überzeugen. Oder "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!" Oh ja, ich habe gelernt, dass die Schule eine Art Vorhölle für das danach beginnende wunderschöne Leben ist. Oder ein Fegefeuer, nachdem man, von grundauf gereinigt, endlich den Sinn des Lebens suchen gehen kann.

Nein, an der Schule haben mir immernoch die Ferien am besten gefallen, und ich habe sie mir in den letzten elf Jahren nicht einen einzigen Tag zurückgewünscht, wie mir vorher so vielseits prophezeit wurde.

Und dann stand es an: Ein Abitreffen ganz im Sinne unserer Schulzeit. Seit der 10. Klasse etwa wurde die letzte Woche vor den Sommerferien gezeltet. Und da wir nun alle berufstätig sind, sollte ein Zeltlager von Freitag bis Sonntag auf einem der früher sooft bezogenen Zeltplätze stattfinden.

Nun ja - nun sind wir nicht mehr 20, und die ersten von uns schlagen sich neben Haarausfall und anderer Alterserscheinungen auch schon mit Rückenbeschwerden herum - daher war die Begeisterung nicht gerade groß, ein ganzes Wochenende ohne die heißgeliebte Dusche, die heimische Kaffeemaschine und vor allem das bequeme Bett zu verbringen, und so fanden sich die meisten (von ein paar wirklich zähen, hartgesottenen Ausnahmen abgesehen) am Samstag Nachmittag und Abend auf dem Sportplatz ein.

Ich war so aufgeregt! Freitag nach dem Büro habe ich (nicht gerade als Küchenfee bekannt!) schnell einen Kuchen zusammengerührt, am Samstag Morgen noch ein lecker klingendes Nudelsalatrezept in die Tat umgesetzt. Unter der Dusche wurde gründlichst das Gesichtspeeling benutzt und vor dem Make-Up nochmal die Anti-Falten-Augencreme aufgetragen - nicht, dass das akut etwas genutzt hätte, aber ich fühlte mich einfach sicherer
Und dann ging es los. Meine beste Freundin, die extra aus London eingeflogen war, bei ihren Eltern abgeholt - denn wir wollten beide nicht alleine aufkreuzen
Um 16 Uhr trafen wir endlich ein - die drei Zeltschläfer um das Feuer sitzend vorfindend. Puh, Gott sei Dank noch keine so große Runde! Mit Umarmungen begrüßten wir uns, und als ich auf die Frage "Wie geht's dir?" ein ehrlich gemeintes "Sehr gut!" erwiderte, hörte ich ein "Das sieht man!" als Antwort... Yeah!!

Die nächsten Gäste trafen ein. Die Schwangeren!! Eine im 5. Monat, aber so gertenschlank, dass ich es ihr wirklich überhaupt nicht ansah. Eine andere eine Woche über den Geburtstermin und die dritte zwei Monate vor der Niederkunft. Wahnsinn!
Die Drei bekamen dann die bequemen Sessel zugewiesen, B. und ich mussten auf die Bank ausweichen...
Irgendwann kamen wir auf das Thema "Boybands" zu sprechen, die wir einst so sehr vergöttert hatten. Als wir von den wiederauferstandenen New Kids on the Block, einem Back Street Boys Konzert und einem Robbie Williams-Entertainment erzählten, giggelten wir wie mit 14! Es klang wirklich 100% so wie damals - kaum zu glauben, dass C. und ich uns mit D. so dermaßen zerstritten hatten...
Es treffen immer mehr bekannte Gesichter ein. Einige derer, die ich sehr gerne wieder gesehen hätte, waren leider am Vorabend schon dagewesen und kamen am Samstag nicht mehr. Aber dennoch.
Mein schwuler Freund ist Arzt und hat vor zwei Jahren seinen Italiener geheiratet!
S. begrüßt jeden mit einer herzlichen Umarmung und einem Wangenkuss - sie ist tatsächlich Deutsch- und Ethiklehrerin geworden, fast dieselben Fächer wie unsere so ungeliebte Lehrerin, die S. fast jede Stunde zur Verzweiflung und fast zum Rausrennen gebracht hat!
M., der nun in München lebt, hat wie erwartet tatsächlich kein Haar mehr auf dem Kopf - der Ärmste war schon zum Abi von lichtem Haupthaar geplagt. Entrüstet beschwert er sich, dass der Gastwirtschaftsraum nicht abgeschlossen ist: "Früher war hier immer abgeschlossen, jetzt sind wir alt, man vertraut uns!!"



Später sitzen wir alle rund ums Lagerfeuer. Obwohl Ende August, ist es in dieser Nacht nur 8° kalt.
Da taucht eine gelockte Gestalt im gelben Mantel auf. Dreimal muss ich hingucken - tatsächlich, es ist A.! Nein, wie hat sich diese Rebellin, die die Schule noch mehr gehasst hat als ich, verändert! Brav und erwachsen sieht sie aus. Und dann entschuldigt sie sich mehrfach für folgende Berufswahl: Auch sie ist nun Lehrerin. Für Deutsch und Geografie - die, die mich auf der Abschlussfahrt in London so angeraunt hat, das sei ihr doch sch***egal, dass es hier schon um 3 Uhr nachts hell würde!! Wie mich sowas nur interessieren könne?!

Schließlich reicht S. eine "Selbstgedrehte" durch die Runde.
Es hat sich wirklich nichts verändert, denke ich, als ich einen Zug und dann noch einen nehme. Zwar hat der ein oder andere schon ein graues Haar zu verzeichnen, die Lachfalten um die Augen zeichnen sich hier und da deutlich ab, aber in den Köpfen sind wir alle noch dieselben. Irgendwie bin ich doch gerne mit ihnen zusammen in die Schule gegangen.

Donnerstag, 5. März 2009

Mein Freund, Herr Ephraim


Taxifahrer sind ziemlich abgedrehte Leute. Mich fuhr da schon der ehemalige Gynäkologe, der von der riesen Oberweite seiner Tochter berichtete, die er selbst zur Welt gebracht hat. Der Rechenkünstler, der eine Hypotheke auf sein Haus hat und dem die Marktfrau im Januar 2001 den doppelten Preis für Feldsalat abknöpfte. Oder der Hut tragende Gentleman, der mir die Tür aufhält.

Lustig fand ich die Frau, die mich, als ich ihr mein Ziel nannte, entgesitert anblickte, sich aber im nächsten Moment dafür entschuldigte, weil ich die erste Frau sei, die sie dorthin bringe; normalerweise arbeiten bei der Firma doch nur Männer?! Schnell sieht sie die Ironie der Lage ein, schließlich arbeitet auch sie in einer von Männern beherrschten Branche.

Radiosender hören sie auch komische, die Taxifahrer; Radio Regenbogen, was noch am ehesten zu ertragen ist, oder auch den Deutschlandfunk. Aber bei „Immerwieder Sonntags“ auf SWR 4 oder anderen, mir weniger geläufigen Schlagern, dreht es mir am frühen Morgen auch schonmal den Magen um. Klassik ist ganz schön - wenn diese nicht immer duch den knackenden Taxi Funk gestört würde „Theader“ - „Einen Wagen zum Novotel, Zimmer 517“ - „Theader“ - „Dialyse“ - und das in diesem nervigen badischen Singsang…

Auch gibt es mindestens zehn verschiedene Wege, die durch die Fächerstadt an mein Ziel führen. Manche davon sind natürlich teurer als andere, und so manch Schlauer Fuchs glaubt wohl, einen unerfahrenen Besucher im Wagen sitzen zu haben. Aber als ich letztens schlechtgelaunt einem Herrn klarmachte, dass - egal welche Ampel- und Straßenbahn-Argumente er mir auch bringen mochte - er damit den teuersten Weg gefahren ist, und ich für die andere Strecke nie mehr als 13 Euro selbst im Berufsverkehr zahlen muss, stellte er beschämt bei 13 Euro das Taxameter aus. Erwischt!

Und dann ist da noch Herr Ephraim. Viele der Gesichter sind mir mittlerweile geläufig, und auch mit ihm bin ich mittlerweile schon mehrere Male gefahren. Am Montag fiel es uns beiden dann auf, dass wir uns aneinander erinnerten, und ich ließ mich auf ein Gespräch ein, was ich bei den kurzen Fahrten zum Bahnhof normalerweise gern zu vermeiden versuche, da ich absolut kein Freund von Small Talk bin.

Herr Ephraim kommt aus Palästina - so sagt es der Schriftzug auf der kleinen Flagge aus Plastik, die an einer Kette am Armaturenbrett baumelt. Zuerst frage ich mich, warum er ein warmes Land verlassen hat, um hier im feucht-kalten Klima Taxi zu fahren. Schnell fällt es mir ein - auch ich ziehe Regen und Schnee dem Krieg vor, auch wenn ich noch nie welchen erleben musste. Ein Zitat aus dem Film „Leg dich nicht mit Zohan an“ fällt mir ein: „Wir kämpfen jetzt seit zweitausend Jahren, lange kann es nicht mehr dauern!“

Aber Herr Ephraim strahlt Lebensfreude aus. Seit zwanzig Jahren lebt er nun schon hier - aber seine drei Kinder kann er nicht mit seinem Taxi zur Schule fahren, die nehmen auch die Straßenbahn, obwohl die eine direkte Konkurrenz der Taxifahrer ist.

Eine Frau ruft auf seinem Handy mit Freisprecheinrichtung an, und ohne ihren Namen zu nennen, bittet sie ihn, sie morgen früh um zehn nach neun abzuholen. Als sie aufgelegt hat, erklärt Herr Ephraim ehrfürchitg:“Sie war Richterin am Bundesgerichtshof! Und ihre Tochter ist ebenfalls Juristin, sie arbeitet in Den Haag!“

Nachdem er mir mindestens dreimal eine gute Heimreise und einen schönen Abend gewünscht hat, freuen wir uns beide darauf, bald wieder miteinander zu fahren. Er ist halt ein kommunikativer, aber sehr höflicher und feundlicher Mensch, und das finde ich gut so.

Montag, 21. Januar 2008

ALDI-Stress


Was ist angenehmer:
- etwas länger an einer Kasse anstehen müssen
oder
- sich Stressfaktoren aussetzen, wie
- Bleiben die Eier ganz, die ich in den Einkaufswagen werfen muss?
- Bekomme ich alles schnell genug in den Einkaufswagen, bevor mich die Kassiererin / der Kassierer mit dem bereits abgezählten Wechselgeld in der Hand für den Betrag, den ich noch gar nicht auf dem Display erkannt habe ungeduldig ansieht?
- oder, Variante ohne Einkaufskorb, aber mit Tüte/Tasche/Karton/..
Wie bekomme ich die Sachen schnellstmöglich von der Kasse weg, bezahle dabei, nehme das Wechselgeld entgegen, ohne etwas fallenzulassen und die nächsten Kunden hinter mir, die schon lange bezahlt haben, unnötig zu behindern...?

???

Ich ziehe die längere Wartezeit vor, auch wenn ich ein ungeduldiger Mensch bin...

Wie kommen Senioren damit klar?! Abgesehen davon, dass sich der ein oder andere von ihnen über ein Gespräch freut, das man bei Aldi getrost vergessen kann, sind sie doch schlichtweg überfordert beim Kleingeld zählen, während ihre Ware in den Einkaufskorb geschoben wird? Und spätestens dann (naja, das ist dann eher wieder mein Leid, wen ich hinter betroffener Person stehe...), wenn sie die Kasse für den nachfolgenden Kunden freigeben müssen, weil sonst die Kassiererin / der Kassierer die Ware schneller übers Band geschoben hat, als ich den Karren davor positionieren kann - ist doch alles zu spät und der ganze Betrieb fällt übern Haufen...

Ich erinnere mich an eine Situation an einer ALDI Kasse, wo zwei Damen an der Kasse saßen, vor denen ein Schild "Ausbildung - es kann zu Verzögerungen kommen" (sinngemäß, irgendetwas in der Art eben) stand.
Ich lächelte und dachte: "Und wie ich Verständnis habe, ich bin ja auch noch in der Ausbildung, wobei die ein oder andere Situation etwas länger dauert!"
Draußen bekam ich ein Gespräch zwischen zwei älteren Damen mit, wobei die eine zur anderen sagte: "Das war ja mal richtig entspannend heute an der Kasse!"
Recht hatte sie!

So genial das Konzept der ALDI-Brüder sein mag - mir treibt's den Blutdruck nach oben...

Freitag, 17. August 2007

Den Schweinehund besiegt!


Es ist Freitag, ich habe mir heute frei genommen. Was werde ich tun? Hmm, die Wohnung müsste wirklich DRINGEND aufgeräumt werden, vielleicht was einkaufen - und ganz vielleicht mal wieder laufen gehen...
Erstmal Kaffee trinken und im Internet surfen!

Dabei fällt mir ein, ich habe ja diese Woche eine Lieferung Bücher meiner neuen Lieblingsautorin Kerstin Gier bekommen! Oh ja, das werde ich jetzt tun: Lesen!!
Schließlich habe ich die ganze Woche ungeduldig im Büro gesessen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun mit meiner Romanheldin Hanna weitergeht, die als Journalistin für ein junges Magazin die Aufgabe bekommen hat, einen Artikel über erfolgreiches Internetdating zu schreiben, wofür sie natürlich im Selbstversuch recherchiert.
Der Klappentext lässt bereits vermuten, dass es nach reichlichen Verstrickungen natürlich zu einem Happy End kommt

Also mache ich es mir auf der Couch bequem und lese.
Ich liebe es, Hanna fühlt sich genau wie ich (oder ich wie sie??), sie machte sich z.B. nie über ihre Figur Gedanken, bis sie von diversen Personen "dicker Hintern" und ähnliches zu hören bekommt. Sie beschließt abzunehmen, wobei sie ihre Freundinnen tatkräftig unterstützen: Jedes erdenkliche Diätprogramm wird ihr auferlegt und Sport soll sie machen.
Kurzum, sie hasst das Essen und ist nach der kleinsten Bewegung außer Puste. Ich liebe sie
Vor lauer Sportprogramm und Kohlsuppe-Kochen vernachlässigt sie ihre Freunde und die Familie.
Das kenne ich doch irgendwoher...? Wenn ich jemanden nach einem Treffen frage, höre ich oft: "Ich muss zum Sport" oder sowas in der Art.
Hm, vermutlich sind sie deswegen alle schlank und ich eher nicht.

Egal. Hanna will auf keinen Fall ihr zu recherchierendes Internetdate enttäuschen und beißt sich durch, wobei sie feststellt, dass sie plötzlich viel leichter und weiter läuft als noch zu Beginn ihres Trainings.
Ich sitze immernoch auf der Couch und habe auh schon zu Mittag gegessen... Also, wenn selbst Hanna sich durchbeißt, kann ich es doch auch, oder? Immerhin weiß ich, dass ich immer froh bin, wenn ich mich zum Sport aufraffen konnte - nur bis ich mich mal aufraffe, vergehen Monate...
Ich habe keine Ausrede mehr: Die Sonne scheint, es sind angenehme 19°, der iPod ist geladen, sowohl mit Musik als auch der Akku. Na gut, aber nur eine Runde durch den Park, immerhin bin ich echt aus dem Training und man soll ja langsam anfangen und sich langsam steigern.

So, geschafft: Ich hab die Sporklamotten an, habe Nylonsocken unter den normalen Socken, weil ein Kollege mal erzählt hat, dass das Blasenbildung verhindert, weil die Schuhe und die Strümpfe auf dem Nylon reiben, nicht aber auf der Haut. Denn Schuhe, die ich mir extra zum Laufen vor fast einem Jahr gekauft habe, sind villeicht dreimal getragen und noch lange nicht eingelaufen...
Schon vor der Haustür bin ich froh, so weit gekommen zu sein - selbst der Schritt vor die Tür kostet mich z.Zt. Überwindung! Guter Dinge schalte ich die Musik ein.
Was ist das? Kaum 100 Meter unterwegs rutschen die Sneaker Socken über die Ferse in die Schuhe?! Hm, weiter hochziehen. Weitere 100m dasselbe. Okay, dann ziehe ich sie eben aus, ich hab ja noch die Nylonsocken an.
Auf dem Weg zum Park sind Straßenarbeiter damit beschäftigt, den Weg neu zu pflastern. Um den dafür frisch geplätteten Kies nicht zu zertreten, muss ich auf den Randsteinen balancieren. "Nettes Aufwärmprogramm", denke ich mir.

Jippie, alle Hinderniss erfolgreich hinter mich gebracht, ich walke los!
Schon bald kommen mir zwei Frauen mit Nordic Walking Stöcken entgegen, vielleicht 10 Jahre älter als ich. Die eine offenbar trainiert, die andere wohl von ihr zum Sport motiviert, denn sie ist eindeutig die Kräftigere von beiden. Nicht ohne mich sofort dafür zu schämen denke ich "Puh, es gibt also doch noch Untrainiertere hier außer mir! Allerdings.... Hey, Springpflanzen!" Ich MUSS anhalten und die fast reifen Samen springen lassen! Ich find das so lustig, wenn die prallen Samen zwischen den Fingern explodieren!
Und weiter. Ein Fahraddfahrer kommt mir entgegen und sieht mich an. Ich lächle ihn an und überlege, ob er sich wohl über meinen hochroten Kopf gewundert hat oder vielleicht auch über den Schriftzug "Heldin", der meine Brust ziert. Aber höchstwahrscheinlich hat er nur gedacht "Joggerin" so wie ich ja eigentlich auch "Fahrradfahrer".

Da schallt Herbert Grönemeyer mit "Celebrate the Day" aus dem iPod, der Hymne der Fußball WM 2006! Augenblicklich keimen alle euphorischen Gefühle vom letzten Sommer wieder in mir auf! Mann, war das ein Sommer!! Diese Stimmung! Und wir waren dabei!!!
Kurz drauf singen die Black Eyed Peas "Running, running,
running, running,..." Wie passend
Ich mache mir noch weitere Gedanken über allerhand Leute im Park und irgendwann ist es auch wieder Zeit nach hause zu laufen. Aber was muss ich feststellen? Ich bin ZWEI Runden gelaufen

Mittwoch, 1. August 2007

Segeln, die Zweite


Endlich, endlich, endlich war es soweit: Nachdem ich zu Weihnachten „Segeln für Dummies“ geschenkt bekommen und es intensivst gelesen hatte, war ich endgültig - theoretisch - für den großen Törn im Mai um die Balearen auf einer 40 Fuß Yacht gewappnet!!
Theoretisch…

Eine stressige Arbeitswoche hatte ich vor dem wohlverdienten Urlaub noch hinter mich zu bringen. Dann hieß es freitags abends Kofferpacken und - wegen des verdammt frühen Fluges am Samstag - Vorabend Check-In.

Aber: Was packt man in eine oder zwei möglichst kleine Reisetaschen für eine Woche Segel- und eine weitere Woche Inselurlaub auf Mallorca im Mai ein?! Praktisch soll es sein, wetterfest, winddicht, für warmes Wetter, für kaltes, …. Eben alles. Aber auch nicht alles, was der Kleiderschrank bereithält!!
Ich legte also mal alles zusammen, was ich gerne anziehen würde in den zwei Wochen. ER sortierte einiges davon wieder aus, ich legte davon wieder was zurück - und irgendwann konnten wir uns dann auf meine Urlaubsgarderobe einigen… Sogar insofern, als das „Skipperauge“ nicht beleidigt würde

Aber alles andere hatte ich an dem Tag nicht mehr erledigen können; Rechnungen bezahlen, letzte Besorgungen erledigen, essen, etc. Kurz hatte ich es noch geschafft, der Nachbarin den Schlüssel in die Hand zu drücken und ihr zu erklären, welche Blumen sie wo gießen müsse. Gott sei Dank hatte sie Besuch von Freundinnen und daher keine Zeit, mich lange aufzuhalten.

Auf dem Weg zum Flughafen hab ich mir einen Apfel aufgezwungen. Ich hatte schon den ganzen Nachmittag Kopfschmerzen, Herzrasen, Schwindel - wovor bloß diese Angst? Das war weiß Gott nicht mein erster Urlaub und schon lange nicht mein erster Flug?!

Kurz vorm Flughafen war es dann soweit - wir mussten rechts ran fahren… Und ich ließ mir den Apfel noch mal „durch den Kopf gehen“. Diese Art von Reisefieber hatte mich wahrlich noch nie erwischt!
Auf dem Nachhauseweg haben wir beschlossen, uns noch kurz mit einem Bekannten von IHM zu treffen, der zufällig in der Stadt war, den er lange nicht gesehen hatte und bald für immer nach Brasilien auswandern würde.

Fakt war, nach nicht ganz zwei Stunden Schlaf trafen wir uns mit den anderen beiden Mitseglern und brachen auf Richtung Palma de Mallorca.

Punkt sieben Uhr morgens standen wir am Pier der Yachtvercharterer und unser Boot war tatsächlich schon verfügbar! Also Koffer aufs Schiff und erstmal eine Runde Frühstücken.

Später am Tage gingen wir drei die Wochenration an Verpflegung einkaufen, der Skipper bereitete den Rest vor. Und ich musste mein Spanisch, was ich gerade erst gelernt hatte, voll ausschöpfen und die Einkäufe zum Boot liefern lassen… Wegbeschreibung, Uhrzeit, was eben dazugehört. Und was soll ich sagen? Die Lieferung erreichte uns tatsächlich und sogar pünktlich
Allerdings stachen wir erst am nächsten Tag in See.

Während die anderen drei erfahrenen Segler sich des Wassers und des Windes erfreuten, kämpfte ich damit, nicht schon wieder mein Frühstück „wegzuwerfen“. Wir ankerten am frühen Abend in einer schönen Bucht, unsere beiden Mitsegler kochten ein fantastisches Essen - aber mein Magen streikte.
Die zweite Nacht im Boot schaukelte schon etwas heftiger, da uns der schützende Hafen fehlte und der Wind nachts so gedreht hatte, dass er die Wellen genau in die Bucht hineintrieb und uns am nächsten Morgen vorm Frühstück in den Hafen zwang.

Dort bei 25kt Wind und Seegang am „Wartekai“ anzulegen wurde meine nächste Herausforderung: Übers Boot springen, Fender ausbringen, an Knoten erinnern - und das möglichst schnell, denn der Wind drohte uns gegen die Mauer zu drücken.
Aber auch das haben wir mit unserem erfahrenen Skipper gut gemeistert - und ich war total außer Puste.

Die nächsten Tage gewöhnte ich mich so langsam an das Leben auf See - die zu erledigenden Handgriffe zum Segelsetzen, Anker werfen oder Anlegen wurden mir allmählich vertraut, übel war mir schon am zweiten Tag nicht mehr, und die Ruhe und Besonnenheit „meines“ Skippers taten ihr Übriges

Dann fuhren wir von der Südküste Mallocas nach Cabrera. Bei Halbwindkurs stand ich am Ruder; der Wind war mit 20-25kt perfekt, die Wellen bewegten sich günstig, und so „bretterten“ wir mit 8kt gen Süden. Das Auf und Ab des Schiffes, der Wind, die „Geschwindikeit“ und die geblähten Segel lösten in mir ein fast unbeschreibliches Gefühl aus: Eine innere Freude, eine Lebenslust, die ich nie mehr loslassen wollte. Ich atmete die frische, unvergleichliche Seeluft mit jedem Atemzug ganz tief ein.
Man liest sowas nur in alten Büchern - aber ich hättte „jauchzen“ können vor Freude!

Leider war diese Woche viel zu schnell vorbei, aber wahnsinnig schön. Und ich weiß: Ich komme wieder!

Montag, 30. Juli 2007

Pechsträhne oder Glückstag?!


Heute ist Vollmond, habe ich vorhin im Kalender gesehen. Vielleicht hat der ja Einfluss auf mein Chaos von heute...?

Aber mal von vorne:
Ich wache auf, ein Blick auf die Uhr sagt mir, ich könnte noch 12 Minuten schlafen bis zum Weckerklingeln. Hm, lohnt nicht wirklich. Kuscheln? ER schnarcht noch...
Okay, weil gestern noch ein Klamottenhaufen liegengeblieben ist anstatt in den Schrank geräumt zu werden, weil ich angestrengt versucht habe herauszufinden, wie Harry Potter denn nun seine letzte Schlacht schlägt, stehe ich kurzentschlossen auf und räme ein wenig auf.
Die Waschmaschine ist schon vorbereitet, prima, ich stelle sie später an, wenn ich das Haus verlasse, sonst nimmt sie einem beim Duschen immer das kalte Wasser weg.

...

ER ist schon weg, ich räume noch schnell den Rest schmutziges Geschirr in die Spülmaschine, dann kann sie auch arbeiten, wenn ich weg bin. Aber als ich endgültig Waschmittel in die Waschmaschine füllen will, fällt es mir ein: Verdammt, ich hatte seit über einer Woche die Flasche mitten im Weg stehen, dass ich dran denke, IHM zu sagen, er solle mal seine männliche Kraft für mich nutzen und die scheinbar zugeklebte Flüssigwaschmittelflasche aufschrauben. Erfolgreich ausgeblendet und vergessen.

Also stelle ich mich in die Küche und versuche, mithilfe einer Schere und eines spitzen, scharfen Messers - ja, auch sehr darauf bedacht, unverletzt aus der Sache rauszukommen - den Flaschenhals abzutrennen. Denn ich bin ja eine clevere Frau, die sich selbst zu helfen weiß: Ich fülle einfach das neue Waschmittel aus einer zerstörten Flasche in die alte!!
Naja, das Plastik ist dicker, als ich vermutet hatte. Ein Teil der Soße landet auf der Küchenanrichte. Egal, kann man ja wegwischen.

Ich schwitze. Frisch geduscht, Wollpulli an, denn es soll ja kühl bleiben heute, stehen mir von der Anstrengung die Schweißperlen auf der frisch geschminkt und gepuderten Stirn. Egal, kann ich gleich abtupfen.

Geschafft! Ich kippe das Zeug von der kapputten in die ganze Flasche - Gott sei Dank im Waschbecken, es geht einiges daneben. So, jetzt noch Waschmittel in die Maschine, angestellt, fertig, ich könnte los. Hm, war eine ganz schöne Sauerei, das Waschbecken ist voll Waschmittel, als ich das Wasser anstelle, um die Flasche abzuwaschen, versaue ich auch noch den Wasserhahn. Hm, kann man auch abwischen, aber langsam reichst's!!! Zur "Strafe", weil mich schon wieder ein Haushaltsgegenstand verarschen wollte, knalle ich die noch nasse Flasche in die Badewanne. Splitter fliegen. Hä, Splitter...?
Allerdings, der Drehverschluss ist zerbrochen!!! Und der Rest des Waschmittels verflüchtigt sich durch den Badewannenabfluss...

Jetzt reicht's, ich bekomme einen Tobsuchtsafall, knalle ein paar Türen, schlage den Wäschetrockner (sorry, der ist ja diesmal unschuldig!), heule - und merke schon: Da kommen sie wieder, die Kopfschmerzen. Ich breche auf der Couch zusammen, wobei mir auffällt, dass ich am Wochenende außerdem vergessen habe, den Vortrag für den Geburtstag meiner Mutter am nächsten Samstag zu vervollständigen und den Arbeitsauftrag meines Chefs, den er bis Ende Juli haben wollte, fertig zu machen.

Vorsichtig nehme ich die Tagesordnung für die Eigentümerversammlung, die morgen Abend stattfinden wird, zur Hand und überprüfe, ob ich nicht doch wiedereinmal Bestandteil eines Tagesordnungspunktes bin.
Haben sie mich vergessen oder werde ich wohl diesesmal unter "Sonstiges" angekackt? Hm, sieht gut für mich aus, unglaublich.

Trotzdem rufe ich IHN an, und er hört sich 22 Minuten lang geduldig meine Version von der Ungerechtigkeit der Welt an.

Eine halbe Stunde später - das Make-Up hab ich mir erfolgreich aus dem Gesicht auf die weiße Hose geheult - fahre ich ins Büro. Angst, dem Chef mitteilen zu müssen, meine Arbeit nicht ordentlich erledigt zu haben.

Dort angekommen, überprüfe ich schnell nochmal mein "Brainstorming" und gehe ins Büro meines Chefs um ihm mitzuteilen, dass ich heute fertig werden würde.
Er sieht sofort, dass mich heute schon eine LKW Kolonne überfahren haben muss und fragt: "Geht's dir gut?" Ich:"Geht so" und mühe mir ein Lächeln ab. Er lächelt mitfühlend zurück und sagt irgendwas, dass ich ihm das Zeug auch morgen noch bringen könne.
Puh, einen Tag Aufschub bekommen! Bester Chef... Aber dass er mir
immer gleich meinen Gemütszustand ansehen muss?!

Mittagspause. Die Kollegen rufen zum Essen. Soll ich mitgehen oder will ich meine Gesellschaft heute niemandem zumuten? Der Hunger siegt natürlich.
Und auch die spitze Bemerkunge des Kollegen "Du hast wohl heute wieder erfolgreich unser Frühstück verschlafen?!" ist ja irgendwie nur ein Hinweis darauf, dass man mich vermisst hat, oder...?

Ich checke meinen Emaileingang "1 neue Mail". Och, nicht schon wieder Spam oder Werbemails! NEIN! Es ist tatsächlich eine Mail für mich!! Jemand schreibt mir! Voller Freude schreibe ich zurück. Und bekomme später auch noch Antwort! Da draußen ist jemand, der mich mag

Leider sind die Kopfschmerzen stärker geworden, ich fahre nach hause und werde meine Hausärztin in Sachen Naturheilkunde, Bachblüten etc konsultieren. Klasse Gelegenheit, wenn nicht heute, wann dann?

Die Praxis ist zu Fuß erreichbar. Die Haustür raus, merke ich, dass ich wieder was vergessen haben muss. Ein Blick in die Handtasche bestätigt meinen schlimmsten Verdacht - der Hausschlüssel ist nicht drin, und in der Hand halte ich ihn auch nicht (oh ja, ist ir auch schon passiert, nach dem Motto, oh mein Gott, wo ist meine Brille denn jetzt schon wieder??? Oh, auf der Nase natürlich...) Oh nein, und ausnahmsweise hatte ich den Schlüssel, vorhin als ich heimkam, von innen ins Schloss gesteckt!!!
Und das Handy hatte ich auch zu hause gelassen. Was will man schließlich beim Arzt mit einem Handy?!

Ich klingele bei einer Nachbarin, aber sie ist nicht da. Also klingele ich bei einer anderen, die einen Schlüssel für unsere Haustür hat. Sie öffnet und hat sofort Verständnis für meine äußerst missliche Lage. Sie schließt auf, und was darf ich sehen? Ich hab den Schlüssel außen in der Wohnungstür vergessen!! Himmel, ich bin zwar bescheuert, aber eben nicht komplett.

Also wieder auf den Weg zur Arztpraxis. Ich bin gar nicht erst die Treppe hochgegangen, sondern habe das Schild an der Tür gesucht, dass mir dann auch sofort ins Auge sprang: "Wir machen Urlaub vom 30.7. bis 19.8." Irgendwie hatte ich das geahnt....

Und jetzt sitze ich zu hause, habe es mit einer zweiten Maschine voller Wäsche probiert, werde aber weiter sonst nichts anrühren. Wer weiß... Sonst fällt mir noch das heiße Bügeleisen auf den Fuß, oder ich bespritze mich beim Kochen mit heißem Fett, oder ... Was der Vollmond ansonsten noch für mich bereithält. Aber was auch immer das ist, ich werde ihm sowieso nicht entkommen können......

...

Es ist mittlerweile 17h. Ein weiterer Emailcheck zeigt mir Folgendes:
ER hatte sich gestern per Mail beim nahegelegenen Kino über dessen äußerst verranzten, mittlerweile nicht mehr zu so hohen Preisen akzeptablen Zustand beschwert. Und eben hat ER mir deren Antwort weitergeleitet, die neben der Information über einen neuen Reinigungsservice etc das Versprechen für zwei Freikarten enthält!!!

Sonntag, 6. Mai 2007

Alt und mürrisch und nörgelnd


Ahhhhh…. Ich genieße gerade die wärmenden Strahlen der intensiven Maisonne… Schön warm. Entspannend. So angenehm die warme Luft um mich herum.

„Hatschi!!“
Gesundheit…
„Hatschi! Hatschi!!“
Na sowas…
„Na, du werst doch kai Heuschnuppe habbe?“

Ach ja, die beiden „Alten“ sitzen ja auch mal wieder draußen. Die pensionierte Vorsitzende unserer Eigentümergemeinschaft und ihr ziemlich alter, schwerhöriger Lebensgefährte – der nicht bei ihr wohnt und nur am Wochenende zu Besuch kommt. Ich glaube, das hat seine Gründe.

Bis eben habe ich ihr Gespräch noch ausblenden können. Aber jetzt bin ich regelrecht gezwungen zuzuhören.

„Klar“, denke ich, „wenn er die letzten 80 Jahr kai Heuschnuppe hatte, wird er den jetzt auch nicht mehr bekommen…“

"Jetzt hast du’s übberm reschte Auche, ei, merkst du des denn net? Ei, des sieht ma doch!“

Hä? Was? Was auch immer. Einerseits möchte ich das nicht genauer wissen, andererseits – wenn er’s net merkt, dann merkt er’s ebbe net!

Und schon bin ich wieder bei der Frage, die mich oft und lange beschäftigt: Warum werden wir alt und mürrisch und verbittert? Naja, ich denke mal, dass Frau Nachbarin sich dessen gar nich bewusst ist. Aber ihr zuzuhören kann schon anstrengend sein.

Die andere Nachbarin dagegen ist noch schlimmer. Sie lebt alleine, und das, glaub ich, schon immer. Soviel ich weiß, kam sie nie in den Genuss, ihr Leben mit jemandem zu teilen.

Und sie strengt sich an, wo sie nur kann, ihre Mitmenschen zu terrorisieren. Nicht an Sonn- und Feiertagen Wäschewaschen, kein Klavierspielen, und Musik sowieso nur auf (gedämpfter) Zimmerlautstärke. Ein Glück, dass man einmal im Jahr Geburtstag feiern darf. Aber das auch nur, um Wochen danach noch mürrische Blicke von ihr zu ernten.

Das sind nur zwei Bispiele von vielen, die man so kennt. Sicher hat jeder so Menschen in der Nachbarschaft oder sogar im Bekannten- oder Verwandtenkreis.

Also, warum der ganze Ärger?? Alleine leben verbittert einen offenbar. Und mit jemandem zusammenleben ebenso. Nur, dass man dann den Frust an der anderen Person auslässt, nicht an der gesamten Umwelt.

Ist es das, warum der Mensch die Beziehung sucht? Um instinktiv mit seiner Umwelt klarzukommen, auch wenn dafür das Leben zu Hause dran glauben muss? Muss das Leben zu Hause dran glauben, dass man mit dem Leben in der Großen Weiten Welt zurechtkommt? Dass man im Berufsalltag „die Nerven behält“ und nicht in die Kategorie abgeschoben wird „Die müsste mal wieder ordentlich durchgev***lt werden!“ oder „Den hat wohl seine Alte schon lange nicht mehr rangelassen!“?

Denn wiedereinmal habe ich mich dabei ertappt, genauso zu werden, wie es das Klischee verlangt. „Räum deine Socken weg!“ „Lass deinen Kram doch nicht überall rumfliegen!“ „Pass doch auf, dass du beim Kochen die Küche nicht so versaust!“

Bin ich nicht auf dem besten Weg, in die Kategorie meiner Nachbarinnen zu passen? Oh mein Gott, ich bin es.

Aber was tut man dagegen?? Ein Hobby suchen? Dann hab ich noch weniger Zeit für den Haushalt und noch mehr Grund, mich über die ungerechte Aufteilung dessen aufzuregen.

Hat jemand eine Idee?? Bitte alle Tipps an mich, ich bin echt mit meinem Latein am Ende.

Wir machen jetzt jedenfalls erstmal Urlaub. Zwei Wochen zusammen auf engstem Raum, fern vom Alltag – da wird sich zeigen, ob ich das Nörgeln durchhalte, oder mich doch letztendlich entscheide, die Ferien vom Alltag und die Entspannung zu genießen.